Physiotherapie Haustein Pirna



Stefan Haustein

Wenn man mich als kleinen Jungen fragte: „Was willst du denn mal werden?“, dann sagte ich immer: „Handwerker“; im Gegensatz zu meiner größeren Schwester Kerstin, denn sie wollte schon immer den Beruf „Physiotherapeutin“ erlernen. Je älter ich wurde und die Berufsausbildung herankam, änderte sich die Meinung über meinen Wunsch zum Handwerksberuf.

Mein Vater, dessen Wunsch es immer war, dass wir alle in der physiotherapeutischen Berufsrichtung ausgebildet werden, hatte so natürlich ein leichtes Spiel, mich dahin gehend zu überzeugen. „Ich mach´s einfach mal“, waren so meine Gedanken, als ich am ersten Tag zur Ausbildung fuhr.

Schon nach kürzester Zeit war der „Knoten gerissen“ und aus einem kleinen Jungen, der lieber bastelte als zu lernen, wurde ein begeisterter Schüler für Physiotherapie, für den es kaum schöneres gibt, als Menschen zu helfen.

Den Vater als Vorbild zu haben, die große Schwester Susan, welche die Ausbildung zur Physiotherapeutin mit „Sehr gut“ beendete und die mittlere Schwester Kerstin im gleichen Ausbildungsstand - nur an einer anderen Schule zu wissen - waren genug Ansporn für mich, es auch zu schaffen.

Schon während der Ausbildung besuchte ich an den Wochenenden zahlreiche Lehrgänge für´s spätere Berufsleben. Auch zu Heilpraktiker-Kongressen nahm uns unser Vater mit, der seit 1998 zusätzlich als Heilpraktiker tätig war.

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung im Sommer 2000, begann ich mit der zweijährigen Ausbildung für Orthopädische Manuelle Therapie und medizinische Trainingstherapie in Kreischa.

Im Jahr 2001 folgte ein vierwöchiger Kurs für Manuelle Lymphdrainage in Dresden.

Schon sehr zeitig merkte ich, dass mir die orthopädisch-chirurgische und sportphysiotherapeutische Therapierichtung am liebsten war.

Seit dieser Zeit spezialisierten sich meine Schwester Kerstin und ich uns in fachlich zwei unterschiedliche Richtungen; Kerstin in das neurologisch-pädiatrische Therapiespektrum und ich ins orthopädisch-chirurgische Gebiet.

Nach zahlreichen zusätzlichen Weiterbildungen auf diesem Gebiet entschloss ich mich zu einem schweren steinigen, für mich fast unerreichbaren Weg.

Ein fünfjähriges berufsbegleitendes Studium an der International Acadamy of Ostheopathy (Sitz in Gent- Nìederlande) zum Osteopathen.

Osteopathie ist die ganzheitliche Untersuchungs - und Behandlungsweise, um Ursachen und die sich daraus ergebenden Schmerzen und Funktionsstörungen zu behandeln. Dazu gehört die Untersuchung und Behandlung von Störungen im Bewegungsapparat, Organsystem und Craniosacralem System.

Als nach schwerer Krankheit unser Vater am 26.02.2005 starb, kam dann noch die große Verantwortung der Praxisleitung hinzu, die wir beide so zu sagen „über Nacht“ erhielten. Dadurch ergab sich noch weniger Zeit zum lernen, obwohl sich die Anforderungen mit jedem Studienjahr verstärkten.

„Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“ sagte ich mir und schloss erfolgreich und glücklich mit Gottes Hilfe im Herbst 2008 alle Prüfungen und das fünfte Studienjahr ab.

Schon immer begeisterte mich die Arbeit eines Heilpraktikers. Mein ganzheitliches Denken, welches ich mir im Osteopathie-Studium erwarb, habe ich mit dem Abschluss zum Heilpraktiker im Mai 2010 verstärken können. Und so entschied ich mich nach langer Überlegung, den Vater zum Vorbild, im Januar 2011 die Naturheilkundepraxis Haustein wieder zu eröffnen.

Seit August 2011 bis Ende 2014 besuchte ich viele Weiterbildungen und Kongresse im In- und Ausland und bildete mich im Bereich der Faszientherapie, Ohrakupunktur und ganzheitlichen Behandlungsmethoden weiter. Gleichzeitig begann ich ab 2012 die Ausbildung in der Neuraltherapie bei der Ärztegesellschaft DGFAN (Deutsche Gesellschaft für Akupunktur und Neuraltherapie). Dank des Präsidenten der DGFAN Prof. Dr. Rainer Wander konnte ich zusammen mit Schulmedizinern die Theorie und Praxis dieser hochwirksamen Methode erlernen und änderte schnell meine Denkweisen über biochemische Abläufe und neurophysiologische Reaktionen in unserem Organismus. Dadurch wurde es mir möglich, ein Netzwerk um mich herum aufzubauen, um zusammen mit alternativ arbeitenden Ärzten und Zahnärzten gemeinsame Patienten noch effektiver behandeln zu können.

Im April 2014 lernte ich auf einem Kongress Dr. Dietrich Klinghardt aus Seattle/USA kennen. Sein unendliches Wissen in der ganzheitlichen Therapie/angewandten Neurobiologie macht ihn zu einem weltweit bekannten und anerkannten Mediziner.

Seit April 2015 besuche ich an seinem Institut für Neurobiologie Weiterbildungen auf dem Gebiet der Autonomen Regulationstests, Psycho-Kinesiologie und Mentalfeldtechniken mit dem Ziel, nach einer 3 jährigen Ausbildung einen Abschluss als "Therapeut nach Dr. Klinghardt" zu erlangen. Diese Ausbildungen eröffnen mir die Möglichkeit, an ursächliche Auslöser für entstandene Erkrankungen im Laufe des Lebens auf verschiedenen Ebenen mittels kinesiologischer Testungen zu gelangen und diese zu behandeln.

Noch heute bin ich meinem Vater unendlich dankbar mich auf den Weg Menschen zu helfen gebracht zu haben. Er war und bleibt mir als Vater und Therapeut ein Vorbild für alles Tun in meinem zukünftigen Leben. Besonderen Dank gilt auch meinem Lehrern und Vorbildern: Dr. Hanisch, Stephan Henne, Lasse Thue, Luc Peters, Peter Fraßmann, Marc Asche, Steffi Mehner, Steffi Bußhardt, Detlev Aßmann, Prof. Dr. Rainer Wander, Rita Ammermann, Prof. Dr. Dietrich Klinghardt u.v.a."

Verantwortlicher Kompetenzteam Leistungssportbetreuung